
Foto: Jürg Adler/Pixelio Pixelio
Wer kommt nicht nach Afrika, weil er ein bisschen von “Jenseits von Afrika” träumt- von den Tieren, den Farben, der Weite Afrika´s. Wenn es dann an die Reiseplanung geht, dann denken die meisten eher an die “bekannten” Länder Afrika´s; an eine Safari in Kenia, Südafrika oder Tansania, weniger an eine Safari in Botswana. Botswana, wo liegt das überhaupt?
Hintergrundinformationen zu Botswana:
Botswana besitzt eine Fläche von 582.000 Quadratkilometer und Grenzen zu Südafrika, Namibia, Sambia und Simbabwe. Lediglich 1,8 Millionen Menschen leben in Botswana da das Land von seiner Fläche her grösser als Frankreich ist, gehört es zu einem der dünnbesiedelsten Länder der Erde!
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Botswana ist für Touristen aus vielerlei Hinsicht ein attraktives Reiseland: zum einen Land gilt das Land als “Musterland Afrika´s” mit stabilen politischen Verhältnissen und einem Wirtschaftswachstum, das regelmässig zu den grössten in Afrika gehört. (Grundlage dieses Wachstums ist der Diamantenexport und das Vorhandensein dreier der reichsten Diamantenminen der Welt!)
Zuallererst aber kann auch Botswana eine eindrucksvolle Tier- und Pflanzenwelt bieten: Geographisch macht große Teile des Landes (etwa 80%) die Kalahari, eine Halbwüste im Südteil des Landes aus: Sie besteht aus Savanne (Dorn- und Grassavannen). Daneben gibt es Salzpfannen und Salzseen, die während der Regenzeit zu großen Seen werden und an denen dann zahlreiche Wildtiere ihre Wasserstelle finden. Bekannt ist auch das rund 15.000 Quadratkilometer große Okavango-Becken, das hunderte von Tierarten beheimatet, viel Wald besitzt und unzählige kleine Wasserwege besitzt, die schließlich zu Lagunen werden. Vor allem während der Regenzeit kann man hier Safaris unternehmen und eine Tier- und Pflanzenwelt bestaunen, die einzigartig ist.
Allerdings hat auch Botswana mit einer Menge Probleme zu kämpfen: Wie in vielen Ländern Afrika´s ist auch in Botwana AIDS ein grosses Problem: ca. 36 % der Erwachsenen sind mit HIV infiziert – das ist die weltweit höchste Infizierungsrate! Die Krankheit und die damit verbundene hohe Sterblichkeit bedroht zunehmend die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Die Lebenserwartung ist infolge der Krankheit auf erschreckend niedrige 31 Jahre im Jahr 2004 gesunken und der Staat hat erkannt, dass er handeln muss: seit 2002 werden im Rahmen eines staatlichen Programms kostenlos antiretrovirale Medikamente verteilt.
Ein weiteres grosses Problem ist die Bildung: Botswana ist eines der wenigen Länder weltweit in dem trotz einer schon in den 80iger Jahren gestarteten Alphabetisierungskampagne seitens der Regierung immer noch keinerlei Schulpflicht besteht.
Tiere und Nationalparks:
Das Einkommen Botswanas beruht auf neben der Erschließung von Bodenschätzen zunehmend auf Einnahmen aus dem Tourismus. Immer mehr Menschen kommen nach Botswana, um Tiere wie Elefanten, Giraffen, Löwen, Leoparden, Zebras zu sehen, die Kalahari-Wüste zu besuchen oder sich am Vogelreichtum im Okavango-Delta zu erfreuen. Die Regierung Botswana´s unterstützt dies, wenn auch mit einem ausgesucht teuren, luxuriösen Safari-Tourismus und damit automatisch weniger Touristen. Man möchte damit die Negativauswirkungen eines ungezügelten Massentourismus in Botswana verhindern.
Das Okavango-Delta ist mit seinen 20.000 Quadratkilometern das weltweit größte Binnenflussdelta und stellt aufgrund seiner spektakulären Sumpflandschaft und seines Tierreichtums eine begehrtes Ziel für Safari-Touristen, Der im Hochland von Angola entspringende Fluss Okavango fließt Richtung Süden nach Botswana. Das Becken besteht aus einem unübersehbaren Netz von Wasserwegen, die in Lagunen übergehen. Das Papyrus der Gewässer ist so dicht, dass die nördliche Gegend nur mit einem Einbaum befahrbaren werden kann. Man kann Krokodile, Nilpferde, Elefanten, Zebras, Giraffen und hunderte afrikanischer Vogelarten in freier Wildbahn beobachten.
Der Besuch des Chobe Nationalparks ist ein absolutes Muss, denn er ist Botswanas wildreichstes Naturreservat. Der Nationalpark wurde 1967 als erster Nationalpark Botswanas gegründet und umfasst durch weitere Ausdehnungen in den 80iger Jahren heute ein rund 11.000 Quadratkilometer grosses Gebiet südlich des Chobe Flusses. Kein anderes Naturschutzgebiet im südlichen Afrika hat einen ähnlich hohen Wildbestand- allein 50.000 Elefanten leben hier, ansich viel zu viele Tiere für diese Fläche. Der südliche Parkabschnitt ist berühmt für seine Löwen- und Hyänen-Rudel. Giraffen, Gnus und Antilopen kann man ganze Jahr über sehen. Der Park bietet einmalige Eindrücke der afrikanischen Wildnis und macht unvergessliche Safaris möglich!
Die Kalahari hingegen ist mit einer Fläche von mehr als 1,2 Mio Quadratkilometern eine Wüste aus feinpulverigem, rotem Sand. Sie erstreckt sich von der Nördlichen Kapprovinz in Südafrika durch Namibia und Botswana hindurch bis nach Angola und Sambia.
Anreise nach Botswana:
Es gibt eine nationale Fluggesellschaft Air Botswana (BP), die allerdings ausschließlich innerhalb Afrikas fliegt. Keine Fluggesellschaft aus Europa oder Amerika fliegt direkt nach Botswana, die meiosten Touristen kommen über Johannesburg oder Windhoek. South African Airways (SA) und Air Botswana bieten Flüge von Johannesburg nach Botswana an.

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Klima und beste Reisezeit:
In Botswana herrscht trockenes Savannen- und Halbwüstenklima. Von Mai bis September herrscht Winter in Botswana und die Temperaturen liegen am Tag bei etwa 20 °C. Nachts kann es Frost geben und die Luftfeuchtigkeit beträgt bloss ca. 20 %. Von Oktober bis März ist in Sommer mit Durchschnittstemperaturen über 30 °C und wenig Abkühlung auch in den Nacht. Es kann in dieser Zeit ergiebig regnen, die Luftfeuchtigkeit liegt bei etwa 70 %. Die ideale Reisezeit für Botswana liegt im September/Oktober. Die Tagestemperaturen erreichen in dieser Zeit nur 25 °C bis 30 °C, die Tiere sammeln sich aufgrund der Trockenheit bei den Wasserlöchern und können gut beobachtet werden. Von November bis Dezember gibt es viele Jungtiere. Allerdings ist dies auch die Zeit der Ferien in Südafrika, Vorausbuchungen für die Camps sind also unbedingt zu empfehlen.
In der Regenzeit (Mitte November bis Februar) bleiben einige Camps geschlossen, alle übrigen Regionen sind als Fly-in-Safari auch in dieser Zeit gut bereisbar. Die Tierwelt ist in dieser Zeit allerdings schwerer zu beobachten. Quelle: http://www.transafrika.org
Nützliche Links:
Einreisebedingungen/Sicherheitslage Botswana: Auswärtiges Amt
Medizinische Ratschläge für Botswana: Fit-for-Travel