Category: Marokko

Orientalischer Charme in arabischen Souks

Posted by – 4. Mai 2010

 Souks Foto: Peter Hebgen/Pixelio Pixelio Wer ein arabisches Land wie z.B. Marokko oder Tunesien besucht, wird in den Reiseführern immer wieder von Souks lesen.
Aber was sind Souks überhaupt?

Souks kann man am ehesten vielleicht mit europäischen Geschäfts- und Handwerksvierteln vergleichen, allerdings sind Souks im allgemeinen unbewohnt und einstöckig.

Traditionell gibt es innerhalb eines Souks Gassen, in denen sich bestimmte Handwerker befinden- so befinden sich die „edleren“ Handwerke, wie etwa Goldschmiede, häufig in der Mitte, während man den umsatzstarken Einzelhandel eher an den belebteren Straßen findet. Traditionell sind Werkstatt und Verkaufsstelle an einem Ort.

Die Souks sind heute auch für die Touristen sehenswert: bieten sie doch orientalischen Charme und ein exotisches Einkaufserlebnis. Vor diesem Hintergrund hat sich das Warenangebot in den Souks verändert bzw. angepasst: viele traditionelle Handwerksbetriebe musste dem Kunsthandwerk weichen, welches von zahlungskräftigen Kunden profitierte.


Was verbirgt sich hinter den Souks:

  • Souk Attarine – Parfümhändler
  • Souk des Orfevres – Gold- und Silberschmieden
  • Souk Blaghjia – Lederwaren
  • Souk des Etoffes – Stoffe und Tücher
  • Souk de la Laine – Schneider, Juweliere, Gold- und Silberschmieden
  • Souk et Trouk – Türkische Schneider
  • Souk Berka – Früher wurde hier mit Sklaven gehandelt, heute wird Schmuck gefertigt und verkauft.
  • Souk el Leffa – Decken und Teppiche
  • Souk Sekajine – Sattler und Zaumzeugmacher

Ein Tag in Casablanca

Posted by – 2. März 2010

 Casablanca Foto: lucky pixel/Pixelio Pixelio Fast jede Rund- und Schiffsreise auf dem Atlantik macht hier halt: in Casablanca der größten Stadt Marokkos, südlich der Hauptstadt Rabat.

Das hat sicher auch mit dem Mythos Casablanca zu tun, verursacht durch den weltbekannten Film “Casablanca” mit Humphrey Bogart und Ingrid Bergman.
Aber Casablanca ist eine richtige, pulsierende Stadt. Fast 3,7 Millionen Einwohner leben in Casablanca und Umgebung und es ist das wirtschaftliche und industrielle Zentrum des Landes.

Auch wenn sich ein Tag kurz anhört und sicher 2,3 Tage besser werden, kann man sich auch bereits in einem Tag einen guten Überblick über die Sehenswürdigkeiten und das Leben in der Stadt verschaffen.

Ein Stadtbummel durch Casablanca:
Die meisten Reisenden kommen am Hafen oder am Bahnhof, der ebenfalls am Hafen liegt, in Casablanca an. Man sollte ich darauf einstellen, bereits hier von unzähligen Händlern umringt zu werden und und zu einer Besichtigung eines Geschäfts oder Teppichladens “eingeladen” zu werden.

Casablanca ist keine verschlafene, kleine, idylische Stadt sondern eine moderne Großstadt, in der die Moderne mit Hochhäusern angekommen ist.

Auch wenn es nur wenig alte Bauwerke mit marokkanischen Kulturelementen gibt, hat doch der französische Kolonialismus – mit breiten Boulevards und französisch inspirierten Stadthäusern aus den 30er und 40er Jahren in Casablanca seine Spuren hinterlassen.


Je weiter man sich vom Hafen entfernt, umso weniger Händler und Schlepper umzingeln die Reisenden. Der Place Mohammed V. ist der Mittelpunkt von Casablanca zwischen Neustadt und Medina (Altstadt): Von hier führen breite Straßen und Boulevards sternförmig in alle Richtungen.
Richtung Südwesten führen die Straßen in das Neubau- und Geschäftsviertel Casablancas. Wer sich auf Shopping-Tour begeben möchte, ist hier richtig. Eine der ersten Adressen ist hier der Boulevard Mohammed V. Einige Straßen sind reine Fußgängerzonen, um ungestört von Verkehr und Lärm einkaufen zu können.

Geht man Richtung Norden, zwischen dem Boulevard Tahar el Alaoui und dem Meer führt der Weg in die Altstadt (Medina). Im Gegensatz zur Neustadt finden sich hier einfache, baufällige Gebäude, es gibt Gemüse, Fische, Schuhe oder Kunsthandwerk zu kaufen. Das eher alltägliche, marokkanische Leben, weniger bestimmt durch den Touristenrummel findet hier statt.

Die 1993 eingeweihte Moschee Hassan II. ist die Top-Sehenswürdigkeit in Casablanca. Mit 200 x 100 Metern ist sie die größte Moschee der Maghreb-Staaten und nach der Moschee von Mekka die größte Moschee der Welt. Das Minarett ist mit 210 Metern Höhe das höchste Minarett und auch das höchste Kirchenbauwerk der Welt. 25.000 Gläubige finden im Gebetssaal Platz. Weitere 80.000 Menschen können am Vorplatz die Gebete mitverfolgen. Ein Laserstrahl ist auf Mekka gerichtet.

Empfehlenswert ist der Besuch des Kunsthandwerksmarkt Youtiya mit Kupferarbeiten, Schmuck, Teppichen, den man in der Neuen Medina – dem Viertel Habbous findet. Ebenfalls lohnenswert ist ein Besuch des Zentralmarktes (Marche Municipale, Bd. Mohammed V.). Am Vormittag kann man hier die angebotenen Fische und Meeresfrüchte noch lebend besichtigen und kaufen.

empfehlenswerte Literatur:

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Quarzazate- beeindruckende Filmkulisse in Marokko

Posted by – 8. Februar 2010

 Quarzazate Marokko
Foto: Dieter Schütz/Pixelio Pixelio
Quarzazate, eine Provinzhauptstadt im Süden Marokkos mit etwa 38 000 Einwohnern, gehört zu den schönsten Kasbahs in Marokko und vor der beindruckenden Kulisse des Hohen Atlas auf dem einem Hochplateau liegend hat sich Quarzazate inzwischen zum regionalen Zentrum der Filmindustrie gemausert.

Bedeutenste Sehenswürdigkeit von Quarzazate ist die am Stadtrand gelegene Kasbah von Taourirt, die Anfang des 18ten Jahrhunderts gebaut wurde. Sie zählt zu den grössten Lehmburgen des Landes und war einst Herberge des Pascha von Marakesh.

Die Räumlichkeiten können heute besichtigt werden und einige Räume des Harems wurden für Filmaufnahmen wieder hergerichtet.

Quarzazate soll auch aufgrund des angenehmen Klimas mit 300 Sonnentage im Jahr als luxuriöses Tourismuszentrum im Süden Marokko´s ausgebaut werden. Kultur- und Kongresszentrum, Filmstudio und Golfplatz sollen neue, internationale Kundschaft anlocken.

Zu den bekanntesten Filmen, die in Ouarzazate gedreht wurden, gehören zahlreiche Bibel- und Monumentalverfilmungen, darunter Gladiator, Die Bibel – Josef und Das Jesus Video.


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Vom Handeln und Feilschen auf Marokko´s Märkten

Posted by – 7. Februar 2010

 Bazar Marokko Foto: C. P. v. Mainaschaff/Pixelio Pixelio Das Feilschen, das Handeln um den Preis einer Ware gehört in der arabischen Welt auch heute noch zum guten Ton.

Auch wenn es in den Kaufhäusern der neueren Stadtviertel Markokko´s Festpreise wie bei uns gibt; in den Medinas (Altstädten) muss man Zeit und Geduld mitbringen und um die Waren feilschen, denn das ist arabische Tradition und gut ist ein Geschäft nur dann, wenn sowohl der Käufer das Gefühl hat, die Ware zu einem guten Preis bekommen zu haben, als auch der Verkäufer der Meinung ist, gut verhandelt zu haben.

Touristen, die mit den arabischen Gepflogenheiten nicht so vertraut sind, sollten sich in den ersten Tagen erst mal einen Überblick über die Waren und Preise verschaffen und ihre Einkäufe nicht gleich in den ersten Tagen tätigen.

Als wichtige Grundregel gilt: nur wenn man ernstes Kaufinteresse hat, sollte man selbst einen Preis nennen, nachdem der Verkäufer einen genannt hat.
Nur mal so zum Spass einen Preis nennen ist unüblich; denn hat man sich erst mal zu einem Preisangebot hinreissen lassen, gibt es kein Zurück mehr, das Geschäft muss zum Abschluss gebracht werden und man wird so lange Tee trinken und diskutieren (müssen), bis man sich irgendwo in der Mitte getroffen hat.

Wo diese Mitte liegt, weiss man vorher nie so genau und wo der Händler anfängt, weiss der oft selbst nicht wirklich. Das ergibt sich alles eher spontan, je nachdem welcher Tag der Woche ist, ob man eine oder mehrere Gegenstände kauft, ob man einen Tag in der Stadt ist, oder dort lebt- das ist das “Spiel” des feilschens.


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Die Königsstadt Fès in Marokko

Posted by – 7. Februar 2010

 Fes Marokko
Foto: Dieter Schütz/Pixelio Pixelio
Fès ist die älteste und zugleich schönste der vier marokkanischen Königsstädte. Ca. 1 Mio Einwohner leben in Fès und damit ist sie die drittgrösste Stadt Marokkos.
Seit 1981 steht die Alstadt von Fès als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO.
Fès gilt als das politische und geistige Zentrum des Landes und neben der Azhar-Universität in Kairo befindet sich hier die älteste islamische Universität, die Karaouyine.
So viele Moscheen und Koranschulen wie Fès hat keine andere Stadt in Marokko.

Die Altstadt von Fès -Fes-el-Bali- stammt aus dem 9. Jh. (als Gründungsdatum der Stadt gilt 809) und besitzt das typische Gassengewirr einer Altstadt, in dem man sich ohne Führer kaum zurechtfindet. Kaum, dass man das blaue Tor durchschreitet, befindet man sich in einer anderen Welt, mit fremden Farben und Gerüchen- schnell fühlt man sich in die Zeit der Geschichten aus 1001 Nacht zurückversetzt.

Noch bevor man sich in das Labyrinth der Medina stürzt, empfiehlt es sich (zur besseren Orientierung), sich die Stadt von oben anzuschauen: eine 16 km lange Ringstraße leitet den Verkehr um die Stadt herum. Rings um die Stadtmauern hat man von drei Aussichtspunkten, vom Bordj Sud, vom Bordj Nord und von Tombeaux Merinides einen herrlichen Blick auf Fes und Umgebung.


Sehenswürdigkeiten in Fès:
Die Altstadt (Medina) beherbergt fast alle historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten.

Im Gerberviertel von Chuwwara werden schon seit hunderten von Jahren nach der gleichen Methode Häute von Schafen, Ziegen und Kühen zu Leder verarbeitet. Die Gerber von Fes-el-Bali gehören zu den berühmtesten Handwerkern Marokko´s und man kann deren Arbeit von mehreren Terrassen aus beobachten.

In der Kissaria werden besonders wertvolle Waren angeboten; daher wird dieses Marktviertel jeden Abend verschlossen.

Nicht weit vom Gerberviertels entfernt befindet sich die Moschee und die Universität Kairaouine, welches das bedeutendste Bauwerk von Fès el Bali ist. Die Bibliothek und Handschriftensammlung der Kairaouine zählen zu den bedeutendsten der arabischen Welt. (Nicht-Muslimen ist der Zutritt zur Moschee und zur Universität allerdings nicht gestattet).

Der Königspalast „Dar El Makhzen.

Zaouia Moulay Idriss II: Hierbei handelt es sich um das 1437 wieder entdeckte Grab des Stadtgründers, das heute eine vielbesuchte Pilgerstätte und der bedeutenste Walfahrtsort des Landes ist. In den umliegenden Gassen werden Kerzen verkauft, die die Gläubigen am Grab des Heiligen entzünden.
Das Mausoleum und der Innenhof sind mit feinem maurischen Dekor ausgestattet: mit farbigen Kacheln, mit Koraninschriften und Decken aus geschnitztem Zedernholz.

Der Place Nejjarine zählt zu den schönsten der Altstadt. Besonders schön ist der um 1700 errichtete prachtvolle Brunnen, an dem die Familien heute noch ihr Wasser holen und der ein beliebtes Fotomotiv ist.