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Wer nach Chefchaouen in Marokko kommt, dem werden sofort die vielen blauen Häuser auffallen: Das Blau der Wände in Chefchaouen soll Unheil abhalten, die blaue Farbe seine Bewohner vor dem bösen Blick schützen.
Chefchaouen oder auch Chaouen liegt im Norden von Marokko an den Ausläufern des Rif-Gebirges. Etwa 37.000 Einwohner leben in der Stadt, die zugleich auch Haupstadt der gleichnamigen Provinz ist. Jahrhundertelang war Touristen der Zugang nach in die heilige Stadt bei Androhung der Todesstrafe verwehrt; was dramatisch klingt, hat dazu beigetragen, dass in ihr mittelalterliche Architektur erhalten blieb. Bis 1920 durften Nichtmuslime die Stadt nicht betreten. Marokko kann heiss und anstrengend sein: überall Hitze, Staub und Lärm, enge Gassen und immer wieder Müll. Wer während einer Marokko-Rundreise ein paar Tage Entspannung sucht, der kann sie in Chefchaouen finden. Die Stadt ist von Grün umgeben und besitzt fast und andalusisches Flair. |
Die Luft erscheint hier frischer als in anderen regionen Marokkos, auch in der Medina, der von einer Mauer umgebenen Altstadt. Auf dem Place Outa el-Hammam hocken alte Männer in traditionellen Gewändern im Schatten zusammen und beobachten die, die vorbeiziehen.
Die Kellner servieren Tajine, das bekannte marokkanische Gericht, das in einem Lehmtopf geschmort wird und Katzen streunen zwischen Stühlen und Tischen umher, in der Hoffnung, das etwas für sie abfällt.
Besonders im Morgenlicht ist Chefchaouen beeindruckend: dann wetteifern Himmel und Gassen um das kräftigste Blau. Abends hingegen erstrahlt die Medina in einem tiefen Blau. Der Muezzin ruft die Gläubigen vom Turm der Moschee und die nahen Berge leuchten in goldenem Licht.
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