Category: Simbabwe

Der Sambesi und die Victoriafälle

Posted by – 27. Januar 2010

Die Victoriafälle sind ein eindrucksvolles Naturschauspiel: Der Wasserfall des Sambesi (der Sambesi ist der viertlängster Fluss Afrikas und gleichzeitig der größte afrikanische Strom) gehört zu den bekanntesten Naturwundern Afrikas und bildet die natürliche Grenze zwischen Simbabwe und Sambia.

Die Victoriafälle wurden von David Livingstone, einem schottischer Missionar und Afrikareisenden, 1855 entdeckt und nach der britischen Königin Victoria benannt.

Die Einheimischen der Kololo-Stämme nennen den Wasserfall Mosi-oa-Tunya was soviel heisst wie „Donnernder Rauch“. Angelehnt ist der Name an den Sprühnebel, der bis zu einer Höhe von 300 m aufsteigt und noch in 30 km Entfernung zu sehen ist. Dieser entsteht, weil die Wassermassen des Sambesi (der vorher ganz ruhig dahinfliesst) auf einer Breite von fast 2 km und aus einer Höhe von fast 120 Metern in die Tiefe stürzen. Damit sind die Victoriafälle der breiteste einheitlich herabstürzende Wasserfall der Erde und die Falltiefe ist doppelt so groß wie die der Niagara-Fälle. Bei Hochwasser fließen bis zu 10.000 Kubikmeter pro Sekunde Wasser den Wasserfall hinunter, im Gegensatz zu den 170 Kubikmeter pro Sekunde während der Trockenzeit. Der Regenwald, den es um die Victoriafälle gibt, verdankt seine Existenz der Feuchtigkeit aus dem ständig währenden Sprühnebel.


Nahe den Victoriafällen gibt es die 111 m hohe Victoria Falls-Brücke, die 1900 als Eisenbahnbrücke errichtet wurde. Heute ist sie ein beliebter Ort für Bungee-Jumper. Man kann sie zu Fuß überqueren und hat einen fantastischen Ausblick auf die Victoriafälle und die blaugrünen Windungen des Sambesi-Flusses.

Die UNESCO hat die Victoriafälle 1989 zum Weltkulturerbe erklärt. Die Victoria Falls befinden sich zudem auf Schutzgebiet: Oberhalb der Wasserfälle befindet sich der Mosi-Oa-Tunya-Nationalpark der 1934 unter Schutz gestellt wurde und in dem viele Wildtiere wie Antilopen, Zebras, Giraffen und Elefanten leben. Außerdem befinden sich die Victoria-Fälle auf dem Gebiet der Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area. Dieses Gebiet soll zum Schutzgebiet werden, um den dort lebenden Elefanten die freie Bewegung im natürlichen Lebensraum zu ermöglichen.

Zu den Victoriafällen reisen:
So schön die Victoriafälle sind; es soll nicht verschwiegen werden, dass man mit Reisen nach Zimbabwe vorsichtig sein sollte. Es empfiehlt sich, nach dem Besuch der Victoriafälle wieder nach Botswana oder Namibia zurückzukehren. Von der Hauptstadt Namibias Windhoek werden auch Flüge sowie eindrucksvolle Flugsafaris zu den Victoria Falls angeboten.

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Klima und beste Reisezeit:
Obwohl die Breitengrade Simbabwes tropische Hitze befürchten lassen, ist das Klima im Hochplateau, welches zwei Drittel der Fläche einnimmt, selbst im Sommer gut zu ertragen: Von November bis März herrscht Regenzeit, von Mai bis August eine kühle Trockenzeit und eine warme Trockenzeit herrscht von August bis Oktober. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen in Harare zwischen 7 und 21 °C im Juli und zwischen 16 und 27 °C im November.
Am besten besucht man die Victoria-Fälle zwischen Dezember und Juli, wenn die Flüsse viel Wasser tragen.

Nützliche Links:
Einreisebedingungen/Sicherheitslage Simbabwe: Auswärtiges Amt
Medizinische Ratschläge für Simbabwe: Fit-for-Travel
Fremdenverkehrsamt Simbabwe: Fremdenverkehrsamt (engl.)