![]() Foto: Dieter Schütz/Pixelio Pixelio |
Fès ist die älteste und zugleich schönste der vier marokkanischen Königsstädte. Ca. 1 Mio Einwohner leben in Fès und damit ist sie die drittgrösste Stadt Marokkos. Seit 1981 steht die Alstadt von Fès als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO. Fès gilt als das politische und geistige Zentrum des Landes und neben der Azhar-Universität in Kairo befindet sich hier die älteste islamische Universität, die Karaouyine. So viele Moscheen und Koranschulen wie Fès hat keine andere Stadt in Marokko. |
Die Altstadt von Fès -Fes-el-Bali- stammt aus dem 9. Jh. (als Gründungsdatum der Stadt gilt 809) und besitzt das typische Gassengewirr einer Altstadt, in dem man sich ohne Führer kaum zurechtfindet. Kaum, dass man das blaue Tor durchschreitet, befindet man sich in einer anderen Welt, mit fremden Farben und Gerüchen- schnell fühlt man sich in die Zeit der Geschichten aus 1001 Nacht zurückversetzt.
Noch bevor man sich in das Labyrinth der Medina stürzt, empfiehlt es sich (zur besseren Orientierung), sich die Stadt von oben anzuschauen: eine 16 km lange Ringstraße leitet den Verkehr um die Stadt herum. Rings um die Stadtmauern hat man von drei Aussichtspunkten, vom Bordj Sud, vom Bordj Nord und von Tombeaux Merinides einen herrlichen Blick auf Fes und Umgebung.
Sehenswürdigkeiten in Fès:
Die Altstadt (Medina) beherbergt fast alle historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten.
Im Gerberviertel von Chuwwara werden schon seit hunderten von Jahren nach der gleichen Methode Häute von Schafen, Ziegen und Kühen zu Leder verarbeitet. Die Gerber von Fes-el-Bali gehören zu den berühmtesten Handwerkern Marokko´s und man kann deren Arbeit von mehreren Terrassen aus beobachten.
In der Kissaria werden besonders wertvolle Waren angeboten; daher wird dieses Marktviertel jeden Abend verschlossen.
Nicht weit vom Gerberviertels entfernt befindet sich die Moschee und die Universität Kairaouine, welches das bedeutendste Bauwerk von Fès el Bali ist. Die Bibliothek und Handschriftensammlung der Kairaouine zählen zu den bedeutendsten der arabischen Welt. (Nicht-Muslimen ist der Zutritt zur Moschee und zur Universität allerdings nicht gestattet).
Der Königspalast Dar El Makhzen.
Zaouia Moulay Idriss II: Hierbei handelt es sich um das 1437 wieder entdeckte Grab des Stadtgründers, das heute eine vielbesuchte Pilgerstätte und der bedeutenste Walfahrtsort des Landes ist. In den umliegenden Gassen werden Kerzen verkauft, die die Gläubigen am Grab des Heiligen entzünden.
Das Mausoleum und der Innenhof sind mit feinem maurischen Dekor ausgestattet: mit farbigen Kacheln, mit Koraninschriften und Decken aus geschnitztem Zedernholz.
Der Place Nejjarine zählt zu den schönsten der Altstadt. Besonders schön ist der um 1700 errichtete prachtvolle Brunnen, an dem die Familien heute noch ihr Wasser holen und der ein beliebtes Fotomotiv ist.
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