Vom Handeln und Feilschen auf Marokko´s Märkten

Posted by – 7. Februar 2010

 Bazar Marokko Foto: C. P. v. Mainaschaff/Pixelio Pixelio Das Feilschen, das Handeln um den Preis einer Ware gehört in der arabischen Welt auch heute noch zum guten Ton.

Auch wenn es in den Kaufhäusern der neueren Stadtviertel Markokko´s Festpreise wie bei uns gibt; in den Medinas (Altstädten) muss man Zeit und Geduld mitbringen und um die Waren feilschen, denn das ist arabische Tradition und gut ist ein Geschäft nur dann, wenn sowohl der Käufer das Gefühl hat, die Ware zu einem guten Preis bekommen zu haben, als auch der Verkäufer der Meinung ist, gut verhandelt zu haben.

Touristen, die mit den arabischen Gepflogenheiten nicht so vertraut sind, sollten sich in den ersten Tagen erst mal einen Überblick über die Waren und Preise verschaffen und ihre Einkäufe nicht gleich in den ersten Tagen tätigen.

Als wichtige Grundregel gilt: nur wenn man ernstes Kaufinteresse hat, sollte man selbst einen Preis nennen, nachdem der Verkäufer einen genannt hat.
Nur mal so zum Spass einen Preis nennen ist unüblich; denn hat man sich erst mal zu einem Preisangebot hinreissen lassen, gibt es kein Zurück mehr, das Geschäft muss zum Abschluss gebracht werden und man wird so lange Tee trinken und diskutieren (müssen), bis man sich irgendwo in der Mitte getroffen hat.

Wo diese Mitte liegt, weiss man vorher nie so genau und wo der Händler anfängt, weiss der oft selbst nicht wirklich. Das ergibt sich alles eher spontan, je nachdem welcher Tag der Woche ist, ob man eine oder mehrere Gegenstände kauft, ob man einen Tag in der Stadt ist, oder dort lebt- das ist das “Spiel” des feilschens.


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