Foto: Dieter Schütz/Pixelio Pixelio |
Die Hafenstadt Lüderitz mit etwa 18.000 Einwohnern liegt zwischen den Dünen der Namib und den stürmischen Fluten des Atlantischen Ozeans. Namensgeber und Gründer war der Bremer Kaufmann Adolf Lüderitz im Jahr 1883. Sie war damit die erste deutsche Siedlung in der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika.
Viele Jugendstilbauten sind heute noch aus dieser Zeit erhalten, wurden in den 1990iger Jahren aufwendig restauriert und zieren heute wieder das Stadtbild. |
Insgesamt acht der rund 130 Nationalen Denkmäler in Namibia stehen in Lüderitz:
- Die Kopie vom Diazkreuz des Bartolomeu Diaz an der Diaz-Spitze
- das Lüderitzdenkmal auf der Shark Island,
- das Krabbenhöft & Lampe-Gebäude,
- das Kreplinhaus,
- das Goerke-Haus (1909–1911),
- die ehemalige Deutsche Afrika Bank,
- die evangelisch-lutherische Felsenkirche (1912) mit dem dahinterliegenden Diamantenberg,
- der Bahnhof Lüderitz.
Die Lüderitzbucht ist eine offene Meeresbucht und wird gen Süden und Südwesten durch die Lüderitzhalbinsel geschützt. Dem Festland vorgelagert sind eine handvoll unbewohnter Inseln, von denen die Pinguininsel und die Seehundinsel der Stadt am nächsten liegen. Der Halbinsel vorgelagert ist die Halifax-Insel.
Naturliebhaber finden vor allem um letztere Insel Pinguine und Flamingos.
Ein paar Kilometer außerhalb von Lüderitz hat jedoch die Zeit schon zugeschlagen: Im Wüstensand befindet sich die versunkene Geisterstadt Kolmanskuppe, eine ehemalige Diamantenstadt, die 1910 vielleicht die wohlhabendste Stadt der Welt war. Dann holte sich die Wüste im Laufe der Jahrzehnte das zurück, was der Mensch ihr abgerungen hatte: die Häuser verfielen zusehends und in den Räumen der Häuser sammelte sich der Sand meterhoch. Wer Kolmanskuppe besuchen möchte, benötigt einen Erlaubnisschein der CDM (Consolidated Diamond Mines).
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