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Wenn man nach Südafrika fährt, dann sollte einem immer auch klar sein, dass man sich in einem “schwarzen Land” befindet, mitunter kann man das nämlich vergessen, da man als Tourist eher in und an Orte geführt wird, an denen sich vornehmlich Weisse aufhalten.
Ein Besuch eines Townships ist unter diesem Aspekt vielleicht eine interessante Möglichkeit, das Leben der schwarzen Bevölkerung Südafrika´s einmal kennenzulernen- (auch wenn es inzwischen eine schwarze Mittelschicht gibt, die nun auch in besseren Gegenden wohnen). |
Als erstes Township wurde 1904 die Siedlung Klipspruit als Siedlung für die schwarzen Minenarbeiter der Minengesellschaft von Ernst Oppenheimer gebaut.
Soweto steht für South Western Townships und war 1963 ein Zusammenschluss zahlreicher kleinerer Townships im Südwesten der südafrikanischen Industriemetropole Johannesburg. Bis zum Jahr 2002 war Soweto eine eigenständige Stadt, seit 2002 gehört sie zu Johannesburg.
Auch wenn offiziell von ca. 1 Mio Einwohnern in Soweto ausgegangen wird; Schätzungen zufolge leben ca. 3,5 Millionen Menschen auf 130 km². Damit ist Soweto die bevölkerungsreichste Stadt des Südlichen Afrikas.
Hauptproblem von Soweto und Südafrika im Allgemeinen ist die hohe Arbeitslosigkeit, die schätzungsweise bei über 50% liegt! Zudem regieren häufig maffiaartig organisierte Banden in Soweto und anderen Townships in Südafrika. Dadurch gibt es ständig Auseinandersetzungen unter den konkurrierenden Banden und die Kriminalitätsrate steigt immer noch von Jahr zu Jahr. Die Polizei gibt mittlerweile offen zu, dass sie den Kampf gegen die Verbrechensbekämpfung längst verloren hat.
Gegensätze in Soweto:
Auch in Soweto selbst gibt es grosse Gegensätze: Das öffentliche Leben spielt sich meist auf Fußballplätzen, Märkten oder in Gemeindesälen statt. Auf den Strassen gibt es unzählige Straßenhändler. Dennoch ist Soweto im Grunde aber eine Schlafstadt, deren Bewohner täglich nach Johannesburg und auch andere Städte pendeln.
Auch wenn in Soweto die meisten sehr arm sind, wohnen doch auch einige wohlhabenden “schwarze Unternehmer” dort. Die wohlhabenden Besitzer grenzen sich allerdings deutlich provokativ von den Nachbarn und dem eigentlichen Soweto ab.
Hohe Mauern, darauf noch ein Stacheldraht, modernste Kameras sowie auch ein obligatorischer privater Wachdienst schützen die Anwesen.
Touren nach Soweto:
Soweto wird zunehmend häufiger von Touristen besucht. Viele Gebiete in Soweto wie Dube oder äusseren Stadtteile wie Diepkloof Extension werden vom schwarzen Mittelstand bewohnt und gehören damit zu den sichersten Gebieten in Johannesburg. Andere Gegenden wie Kliptown hingegen sind von Ärmeren bewohnt und gehören neben einigen Favelas in Brasilien zu den gefährlichsten Orten der Welt!
Auch wenn es inzw. Touren gibt und es viel weniger gefährlich ist, Soweto zu besuchen, als noch für ein paar Jahren, sollte man die Gefahren dort dennoch nicht unterschätzen und vorsichtig sein.
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“Bis zum Jahr 2002 war Soweto eine eigenständige Stadt, seit 2020 gehört sie zu Johannesburg.”
Ist ein schreibfehler ! soll 2002 heißen und nicht 2020