Fotos: Ulla Trampert und Lothar Henke/Pixelio Pixelio
Der Ngorongoro-Krater im Norden Tansania´s ist der grösste geschlossene Krater der Erde. Er grenzt im Westen an die Steppe der Serengeti, im Sueden an den Lake Eyassi, im Osten an das stark besiedelte Hochland um Karatu und im Norden an das Kernland der Massai mit dem Lake Natron und dem heiligen Berg, dem Oldoinyo Lengai.
Der Ngorongoro-Krater entstand, als an dieser Stelle ein Vulkanberg in sich zusammenbrach. Nun liegt der Kraterboden auf einer Höhe von etwa 1.700 Meter, die Seitenwände sind zwischen 400 und 600 Meter hoch, so dass die Kraterkante auf etwa 2300 Meter liegt. Der Durchmesser des Ngorongoro-Kraters beträgt zwischen 17 und 21 Kilometer; die Fläche beträgt insgesamt etwa 26.400 Hektar.
Seit 1951 ist der Krater Teil des Serengeti Nationalparks und seit 1979 steht er auf der UNESCO-Liste als Weltnaturerbe.
Um den Ngorongoro-Krater befindet sich das Ngorongoro Schutzgebiet (Ngorongoro Conservation Area). Im Schutzgebiet findet man fast alle ostafrikanischen Grosswildtiere: etwa 25.000 Tiere bevölkern den Krater.
Der Ngorongoro-Krater ist damit das Wildschutzgebiet mit der höchsten Tierpopulation der Erde und besitzt die höchste Raubtierdichte Afrikas! Besonders groß ist die Zahl an Zebras, Büffeln, Gnus, Elenantilopen sowie Grant- und Thomson-Gazellen. Selbst so seltene Tierarten wie das vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashorn kann man hier mitunter sehen.
Die Kraterhänge am Ngorongoro Krater sind groesstenteils bewaldet, während im fast 600-700m tiefer gelegenen Kratergrund weite Grasflaechen dominieren. Ein kleiner See befindet sich im Krater und zieht Flamingos in grosser Zahl an.
Im Ngorongoro Schutzgebiet leben zudem noch viele Massai mit ihren Viehherden.
Neben dem Ngorongoro Krater hat das Ngorongoro Schutzgebiet noch weitere kleinere Krater und erloschene Vulkane im sogenannten Kraterhochland zu bieten. Mehrtägige Wanderungen mit Guides sind erlaubt; allerdings ist der Wildtierbestand in dieser Region nicht sehr hoch.
beste Reisezeit:
Das Ngorongoro Schutzgebiet und der Ngorongoro Krater können ganzjährig bereist werden; allerdings wird die Zufahrt zum Krater bei starken Regenfällen (November/ Dezember und im April/ Mai) manchmal kurzzeitig gesperrt. Nach starken Regenfällen sind die Wege zudem schlecht zu befahren.
Tansania- kaum ein anderes Land Afrika´s hat so viel bieten!
Mehr noch, Tansania kann einige Rekorde verzeichnen: So liegt der größte See in Afrika, der Viktoriasee, im Grenzgebiet von Tansania, Kenia und Uganda. Auch der tiefste See Afrikas (an seiner tiefsten Stelle ist er 1.470 m tief), der Tanganjika-See , liegt zum großen Teil auf tansanianischen Staatsgebiet. Der höchste Berg Afrikas (ganz genau sind es 5.895 m) und gleichzeitig höchster freistehender Berg der Welt, der Kilimandscharo (auch Kilimanjaro), befindet sich ebenfalls auf Grund und Boden Tansanias.
Hintergrundinformationen:
Tansania liegt in Ost-Afrika am Indischen Ozean und grenzt im Norden an Kenia und Uganda, an Mosambik und Sambia im Süden. Auf einer Fläche von 945.000 Quadratkilometern leben 41 Mio Menschen, damit ist Tansania eines der bevölkerungsreichsten Länder in Afrika.
Obwohl Daressalam die grössere und bekanntere Stadt ist, ist Dodoma die Hauptstadt von Tansania. Die Bevölkerung setzt sich zu 99 % von Schwarzafrikanern zusammen (95 % sind Bantu aus etwa 130 verschiedenen Völkern).
Tansania gehört zu den ärmsten Ländern auf der Welt; die HIV-Rate ist mit 6,2 Prozent der erwachsenen Einwohner aber im Vergleich zu anderen Ländern Afrikas niedrig.
Sprache und Bevölkerungsgruppen:
Swahili ist die Nationalsprache, in Tansania werden insgesamt aber 127 verschiedene Sprachen gesprochen. 95% der Einwohner gehören den Bantu an. Die bekannte Volksgruppe der Massai machen bloss 3 % der Bevölkerung aus.
Obwohl Tansania wie beschrieben, einige geographische Rekorde hält, kommen die meisten Touristen jedoch wegen der wunderschönen Nationalparks nach Tansania- allen voran wegen dem Serengeti Nationalpark. Einmal die Big Five (Büffel, Elefant, Löwe, Leopard und Nashorn) in freier Wildbahn, ihrer angestammten Natur erleben- das ist wohl der Traum jedes Safari-Touristen.
In Tansania geht das! (Neben Tansania findet man die Big Five noch in folgenden Ländern Afrika´s: Südafrika, Kenia und Botswana)
Seit Ende der 80er Jahre nimmt Tansania am internationalen Safari-Tourismus teil und pro Jahr kommen ca. eine Million Touristen ins Land am Kilimandscharo. Neben dem bekannten Serengeti Nationalpark und der berühmten Ngorongoro Conservation Area (ein Gebiet, in dem die Massai weiterhin berechtigt sind, ihre Rinder zu hüten) gibt es in Tansania aber insgesamt 13 Nationalparks und eine überwaltigend grosse Vielfalt der Flora und Fauna.
Tansanias Nationalparks:
Die Serengeti (das Wort “Serengeti” ist abgeleitet aus der Massai-Sprache und bedeutet “weites Areal oder große Ebene“) ist vielen seit Bernhard Grzimek Film/Buch “Serengeti darf nicht sterben” bekannt. Der Serengeti Nationalpark ist mit 14.763 Quadratkilometern der zweitgrößte Nationalpark Afrikas (der grösste ist der Krüger Nationalpark mit einer Fläche von 20.000 Quadratkilometern).
Der Artenreichtum der Serengeti ist nahezu unvergleichlich: Man findet hier die weltweit höchste Konzentration an Raubtieren (Löwen, Leoparden, Geparden oder Hyänen). Ausserdem leben fast alle afrikanischen Großsäuger wie Zebras, Giraffen, Gnus, Antilopen und Gazellen in der Serengeti.
Der Arusha-Nationalpark liegt im Ngurdoto-Krater, der zu einem vor 250.000 Jahren erloschenen Vulkan gehört. Von besonderen Aussichtspunkten kann man Nashörner, Büffel, Giraffen und Warzenschweine sehen.
Die Ngorongoro Conservation Area und der Ngorongoro-Krater: Dieses Schutzgebiet erstreckt sich zwischen dem Natron-See im Nordosten und dem dem Enaysi-See im Süden. Der Krater eines noch aktiven Vulkans (letzter Ausbruch 1994) hat einen Durchmesser von 20 km und nimmt mit einer Gesamtfläche von 311 Quadratkilometern 10 % des Schutzgebietes ein. Der Krater bietet einer vielfältigen Tierwelt Lebensraum: Gazellen, Elefanten, Nashörner, Leoparden, Löwen, Giraffen und Büffel. Der sodahaltige Magadi-See am Kratergrund zieht zahlreiche Vögel, insbesondere Flamingos, an.
Der Ruaha-Nationalpark ist eines der größten Elefantenschutzgebiete weltweit.
Vom Gombe-Nationalpark haben Sie vielleicht auch schon einmal gehört? Er liegt am Ufer des Tanganjika-Sees und ist ein Schimpansen-Schutzgebiet. Ca. 200 Schimpansen leben hier und seit ca. 30 Jahren wird hier ihr Verhalten beobachtet und aufgezeichnet.
Und schliesslich: DER Berg Afrikas -der Kilimandscharo!: Mit seinen 5.895 m und der schneebedeckten Spitze (auf Swahili heisst er “Berg des bösen Geistes”) zieht er Bergsteiger und Tekkingfans aus aller Welt an. Ein Aufstieg ohne Führer ist sehr gefährlich und so müssen Aufstiege stets begleitet werden. Die UNESCO hat die Gegend um den Kilimandscharo 1987 zum Weltnaturerbe erklärt. Von 1885 bis 1918 gehörte der Kilimandscharo zur Kolonie Deutsch-Ostafrika. Er war damals quasi der höchste Berg und der einzige aktive Vulkan auf deutschem Territorium.
Klima und beste Reisezeit:
Die beste Reisezeit für Tansania sind die Monate Juni und November. Den Norden kann man von Januar bis Mitte März sehr gut bereisen.
Tansania hat eine große Regenzeit von Ende März bis Anfang Mai und eine kleinere von November bis Dezember. In dieser Zeit sind viele Nationalparks nur schwer zugänglich, weshalb man diese Zeit meiden sollte.
Klima Ngorongoro
Jan.
Feb.
März
April
Mai
Juni
Juli
Aug.
Sept.
Okt.
Nov.
Dez.
Max. Temperaturen
28
28
28
25
23
22
21
22
25
27
27
27
Min. Temperaturen
13
13
15
16
15
13
12
12
13
13
14
14
Sonnenstunden
8
8
7
5
4
4
4
4
6
7
7
7
Regentage
8
7
11
17
10
3
2
1
1
4
10
10
Nützliche Links: Einreisebedingungen/Sicherheitslage Tansania: Auswärtiges Amt Medizinische Ratschläge für Tansania: Fit-for-Travel