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admin – 5. April 2010
Foto: © Afrikandesk |
Wenn man an Townships in Afrika denkt, dann fällt einem zuerst immer Südafrika und die dortigen Townships ein- allen voran Soweto.
Aber auch andere afrikanische Länder haben Townships- so auch Namibia.
Unweit der namibischen Haupstadt Windhoek und inzwischen fast schon mit ihr verwachsen befindet sich das Township Katutura, welches in den 1950er Jahren im Rahmen der südafrikanischen Apartheidspolitik entstanden ist.
Der Name Katutura stammt aus der Sprache der Herero und bedeutet “Ort, an dem wir nicht leben möchten“- ein sehr bezeichnender Name. |
Zuvor hatten die in Windhoek arbeitenden und lebenden Schwarzen und “Farbigen” auch direkt in Windhoek, vor allem auf der “Alten Werft” gelebt. Das Ziel der Stadtverwaltung seinerzeit war es jedoch, nach südafrikanischem Vorbild aus Windhoek eine “weiße” Stadt zu machen und die schwarzen Familien in die Außenbezirke zu verbannen. 1959 begann man mit der Zwangsumsiedelung.
Heute leben ca. 120.000 Menschen leben in Katutura und Katutura ist einer der lebendigsten Stadtteile der Hauptstadt Windhoek. Obwohl immernoch eine soziale Unordnung herrscht und die Lebensverhältnisse (Strom, Wasser, Gas) verbesserungswüdrig sind, nennen die Bewohner Katuturas ihr Wohngebiet nun auch “Matutura”, was so viel bedeutet wie “der Ort, wo wir gerne leben möchten“.
Von Katutura eine geschäftige Vibration aus, die ganz Windhoek ansteckt!
Katutura besuchen:
Es werden Touren in diesen lebendigen Stadtteil Windhoeks angeboten. Je nach Teilnehmerzahl kostet eine solche (meist Halbtagestour) von Windhoek etwa 20-30€ pro Person. Gute Touren vermeiden, dass die Menschen Katuturas vorgeführt werden (also Kinder keine traditionelle Tänze vorführen, die lediglich für Touristen einstudiert wurden). Stattdessen gilt es, den Touristen das echte Leben in Katutura zu zeigen: es werden Märkte besucht, man kann gebrautes Bier versuchen oder man schaut den Friseuren zu, wie sich geduldig hunderte von Zöpfchen pflechten.
Touren bietet z.B. African Desk an.
empfehlenswerte Literatur:
Weitere Artikel über Namibia:
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admin – 20. Januar 2010

Foto: DigiPyramdi/Pixelio Pixelio |
Wenn man nach Südafrika fährt, dann sollte einem immer auch klar sein, dass man sich in einem “schwarzen Land” befindet, mitunter kann man das nämlich vergessen, da man als Tourist eher in und an Orte geführt wird, an denen sich vornehmlich Weisse aufhalten.
Ein Besuch eines Townships ist unter diesem Aspekt vielleicht eine interessante Möglichkeit, das Leben der schwarzen Bevölkerung Südafrika´s einmal kennenzulernen- (auch wenn es inzwischen eine schwarze Mittelschicht gibt, die nun auch in besseren Gegenden wohnen). |
Als erstes Township wurde 1904 die Siedlung Klipspruit als Siedlung für die schwarzen Minenarbeiter der Minengesellschaft von Ernst Oppenheimer gebaut.
Soweto steht für South Western Townships und war 1963 ein Zusammenschluss zahlreicher kleinerer Townships im Südwesten der südafrikanischen Industriemetropole Johannesburg. Bis zum Jahr 2002 war Soweto eine eigenständige Stadt, seit 2002 gehört sie zu Johannesburg.
Auch wenn offiziell von ca. 1 Mio Einwohnern in Soweto ausgegangen wird; Schätzungen zufolge leben ca. 3,5 Millionen Menschen auf 130 km². Damit ist Soweto die bevölkerungsreichste Stadt des Südlichen Afrikas.
Hauptproblem von Soweto und Südafrika im Allgemeinen ist die hohe Arbeitslosigkeit, die schätzungsweise bei über 50% liegt! Zudem regieren häufig maffiaartig organisierte Banden in Soweto und anderen Townships in Südafrika. Dadurch gibt es ständig Auseinandersetzungen unter den konkurrierenden Banden und die Kriminalitätsrate steigt immer noch von Jahr zu Jahr. Die Polizei gibt mittlerweile offen zu, dass sie den Kampf gegen die Verbrechensbekämpfung längst verloren hat.
Gegensätze in Soweto:
Auch in Soweto selbst gibt es grosse Gegensätze: Das öffentliche Leben spielt sich meist auf Fußballplätzen, Märkten oder in Gemeindesälen statt. Auf den Strassen gibt es unzählige Straßenhändler. Dennoch ist Soweto im Grunde aber eine Schlafstadt, deren Bewohner täglich nach Johannesburg und auch andere Städte pendeln.
Auch wenn in Soweto die meisten sehr arm sind, wohnen doch auch einige wohlhabenden “schwarze Unternehmer” dort. Die wohlhabenden Besitzer grenzen sich allerdings deutlich provokativ von den Nachbarn und dem eigentlichen Soweto ab.
Hohe Mauern, darauf noch ein Stacheldraht, modernste Kameras sowie auch ein obligatorischer privater Wachdienst schützen die Anwesen.
Touren nach Soweto:
Soweto wird zunehmend häufiger von Touristen besucht. Viele Gebiete in Soweto wie Dube oder äusseren Stadtteile wie Diepkloof Extension werden vom schwarzen Mittelstand bewohnt und gehören damit zu den sichersten Gebieten in Johannesburg. Andere Gegenden wie Kliptown hingegen sind von Ärmeren bewohnt und gehören neben einigen Favelas in Brasilien zu den gefährlichsten Orten der Welt!
Auch wenn es inzw. Touren gibt und es viel weniger gefährlich ist, Soweto zu besuchen, als noch für ein paar Jahren, sollte man die Gefahren dort dennoch nicht unterschätzen und vorsichtig sein.
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